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Märchenhafte Traumstadt am Zuckerhut, herrliche Palmenstrände, Samba tanzende braune Menschen in den Straßen, Karnevalstaumel fast das ganze Jahr über, überschäumende Lebensfreude, wohin das Auge blickt- so oder ähnlich steht es in den meisten Reiseführern und Prospekten. Vergessen Sie es. Da wurde kräftig übertrieben. Keine Metropole ist mit so unausrottbaren Klischees besetzt wie Rio. Traum- oder Alptraumstadt? Wer auf der Fahrt vom Internationalen Flughafen zum Hotel aufmerksam aus dem Bus oder Taxi schaut, wird sich zunächst für die letztere Version entscheiden. Slums, verölte Strände, ohrenbetäubender Verkehrslärm, stinkende Dieselwolken, verfallene Gebäude, gestresst wirkende Menschen an den Haltestellen.

 Kein Zweifel, der einstigen Perle Brasiliens ist in den letzten Jahrzehnten übel mitgespielt worden. Dennoch, Rio de Janeiro ist die Kulturhauptstadt Lateinamerikas und die Welthauptstadt des Tanzes. Ein musikbesesseneres, musikalisches Völkchen als diese Cariocas, wie man die Bewohner Rios nennt, gibt es vermutlich nirgendwo sonst auf der Erde. Dazu passt das tägliche, geradezu erdrückende Musikangebot – Einheimisches, wohlgemerkt, Musica popular brasileira. An einem einzigen Tag, mitten in der Woche, sind für Rios Theater, Klubs, Kneipen und Showpaläste gewöhnlich über vierzig Auftritte annonciert; in etwa fünfzig anderen Lokalen wird ebenfalls virtuos getrommelt, Gitarre gespielt und gesungen – und weil sie immer voll sind, sparen sich die Veranstalter seit Jahrzehnten die teure Anzeige. Die Nachfahren der schwarzen Sklaven von einst toben sich heute in den Sambaschulen und bei der großen Karnevalsparade im Stadtteil Catumbi aus. Tanzen ist in Rio de Janeiro immer noch ein sinnliches, erotisches Vergnügen, bietet Raum für Romanzen, Leidenschaften und Sinnlichkeit. Apropos Leidenschaft: Was an den über 10 Millionen Einwohnern dieser vom Klima begünstigten Stadt am Meer so besonders ist, lässt sich schon auf den Straßen gut beobachten: Sinnliche, begeisterungsfähige und außergewöhnlich kommunikationsfreudige Menschen trifft man in Rio viel häufiger als in Mitteleuropa.
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Rio de Janeiro Ein Traum kann Wirklichkeit werden...
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Der Zuckerhut: Auch wenn ihn viele Bewohner Rios – wegen knapper Kasse oder Fehlenden Muts – noch nicht erklommen haben, man sollte ihn sich auf keinen Fall entgehen lassen. Bei klarem Himmel ist der Blick auf die Stadt, auf Meer und Buchten, felsen und Wälder faszinierend und wirklich einmalig. |
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Corcovado: In Rio und Umgebung stehen Zuckerhüte dutzendweise, jener mit der 700 Tonnen schweren Christusstatue obendrauf übertrifft den zuerst genannten, weltbekannten erheblich an Höhe. |
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Die Altstadt: In Rio antigo stehen wunderschöne Paläste, Theater, Museen und Kirchen; das alte Centro hat typisch brasilianisches Flair. Interessantes erschließt sich manchmal auch erst auf den zweiten oder gar dritten Blick. |
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Hippiemarkt: Mitbringsel, Praktisches aus Leder, Stoff oder Holz werden aufkeiner anderen „Feira“ Rios in so guter Qualität angeboten wie sonntags auf dem Parca General osorio mitten in Ipanema. |
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Domingureira: Hier wird getanzt. Brasiliens beste Orchester liefern die Musik dazu. |
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Maracana: Am weltgrößten Fußballstadion führt für Sportfreunde kein Weg vorbei. Es wird auch für Pop-Konzerte, den jährlichen Empfang des per Hubschrauber einschwebenden Weihnachtsmanns oder für Massenmessen von Kirchen und Sekten genutzt. |
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Die Strände Leme, Copacabana und Ipanema: das bedeutet: tagsüber sich dort in die Fluten werfen, spätnachmittags und abends auf der Promenade lustwandeln, Menschen treffen und schaun. |
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Teatro Muinicipal: Rios Opernhaus |
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Der Showpalast Canecao |
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Insel Paqueta: Kontrastprogramm zur lärmend-trubeligen Stadt – immer noch Rio: Pferdekutschen und Fahrräder statt Autos und Motorräder, schöne Spazierwege und Parks: Paqueta ist Rios Liebesinsel; romantische Gemüter zieht es vor allem in hellen, heißen Vollmondnächten dorthin. |
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Corcovado Eine der Sehenswürdigkeiten von Rio...
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